Paul Derrez. Celebrating Life
Опис
Wie Schmuck und Objekte zu Botschaftern von Identität und gesellschaftlichen Themen werden können, zeigt das Werk von Paul Derrez (*1950 in Sittad, NL). Der in Amsterdam lebende Schmuckmacher beschäftigt sich seit Beginn seines Schaffens mit der Frage, warum Schmuck und Objekte weit mehr als dekorative Elemente am Körper oder im Raum sind. Das Deutsche Goldschmiedehaus Hanau widmet ihm – als erstes Haus in Deutschland – eine umfassende Ausstellung, die sein Œuvre aus Schmuck, Silbergerät und Objekten in seiner ganzen Bandbreite zeigt. Charakteristisch für Derrez’ Arbeiten sind klare, reduzierte Formen und die Kombination von edlen mit unedlen Materialien. Viele seine Arbeiten beinhalten symbolische Verweise. Sein Œuvre steht für das Feiern von Schönheit und Lebensfreude. Zugleich greift es immer wieder gesellschaftliche Themen wie Protest und Solidarität auf. Es spiegelt seine persönlichen Erfahrungen und Haltungen wider und lädt dazu ein, über Schmuck als politisches und kommunikatives Medium nachzudenken. Derrez’ Arbeiten zeichnen sich durch einen persönlichen, oft humorvollen Blick auf das Leben aus, sie sind direkt, zugänglich und zugleich vielschichtig. Dies verdeutlichen die Broschen aus der „Dot Collection“ von 2014, deren bunte Farbpunkte für Vielfalt und Lebensfreude stehen und zugleich als visuelle Codes fungieren. Sie kommentieren die Regressionen von Regierungen, die Menschen beim Tragen der Regenbogenflagge in vielen Teilen der Welt drohen. Wiederkehrende Themen in Derrez’ Werk sind außerdem das selbstbewusste Leben von Identität und Sexualität, ebenso wie Trauer und Verlusterfahrungen während der AIDS-Krise. So verweist etwa seine „Kondom-Monstranz“ aus dem Jahr 2005 ironisch auf den gesellschaftlichen Umgang mit dem HIV-Virus und Verhütung, indem sie mit der Symbolik und Funktion religiöser Objekte spielt. In Derrez’ Variationen von Löffeln zeigt sich sein forschender Blick auf alltägliche Dinge: Das Besteck als Sinnbild eines ständigen Begleiters und Trägers von Erinnerungen im gesamten Leben des Menschen. Scheinbar Gewöhnliches wird von ihm im Bedeutungsgehalt durchdrungen und findet eine Darstellung. Paul Derrez begann in den 1970er Jahren seine Passion für Schmuck, Handwerk und Design auszuleben. Er absolvierte von 1972 bis 1975 seine Ausbildung zum Goldschmied in Schoonhoven und studierte performative Künste in Utrecht. Neben seiner Tätigkeit als Künstler war er als Dozent und als Vorsitzender der Françoise van den Bosch Stiftung aktiv. Sein Werk formt sich aus über 50 Jahre kontinuierlichem Schaffen, das international in Sammlungen vertreten ist und vielfach ausgezeichnet wurde. Mit seiner Galerie Ra in Amsterdam prägte er über drei Jahrzehnte hinweg maßgeblich die internationale Schmuckszene. Anlässlich der Ausstellung in Hanau und im Kontext des Pride Month entwickelte Paul Derrez zudem den „Hanau Pride Ring“, dessen farbige Punkte im Licht ein regenbogenartiges Farbspiel entstehen lassen. Der Ring ist an der Museumskasse des Deutschen Goldschmiedehauses Hanau und beim Festival des CSD Hanau auf dem Gelände des Olof-Palme-Hauses am Samstag, dem 27. Juni 2026 erhältlich. Er kostet 60,00 Euro, von denen 10,00 Euro an den CSD Hanau gespendet werden. am Donnerstag, dem 25. Juni, um 18.30 Uhr im Deutschen Goldschmiedehaus Hanau Mit Paul Derrez sprechen wir über seine Inspirationsquellen, die Hintergründe seiner Arbeiten und seine Schaffensphasen der letzten fünf Jahrzehnte. Wir erfahren, welche Bedeutung das Handwerk, Schmuck und Gerät in Derrez’ Leben einnehmen. In einer lockeren Runde ergibt sich die Möglichkeit, mit dem Künstler bei Wein oder Wasser ins Gespräch zu kommen und sein Werk näher kennenzulernen. Fotoaktion mit Paul Derrez und der Fotografin Laura Brichta auf dem CSD Hanau am Samstag, dem 27. Juni, ab 15 Uhr auf dem Freiheitsplatz Hanau und ab 16:30 auf dem CSD-Festival auf dem Gelände des Olof-Palme Hauses, Pfarrer-Hufnagel-Straße 2, 63454 Hanau Anlässlich des Hanauer CSDs lädt Paul
Дати
- пн, 03 серпня 2026 р.Початок: 00:00 Uhr
Місце
Deutsches Goldschmiedehaus, 63450 Hanau